Sonntag, 4. November 2007
Back in Shanghai
isabelleadelt, 15:18h
Hallo ihr Lieben,
nach den letzten ereignisreichen Wochen habe ich heute endlich mal wieder etwas Ruhe gefunden, um Euch auf dem Laufenden zu halten. Das größte Ereignis war sicherlich die Hochzeit von meinem Bruder am letzten Wochenende, zu welcher ich einige Tage zurück in die Heimat gekehrt bin.
Da es hier aber alles schön der Reihe nach geht, berichte ich zunächst von meinem Betriebsausflug mit arvato (welcher hier den wunderbaren Namen „Outing“ trägt), der am Wochenende zwei Wochen davor stattgefunden hat. Dazu sind wir alle zusammen nach Wuyishan geflogen, einem kleinen Ort mitten in der chinesischen Provinz, etwa 45 Flugminuten von Shanghai entfernt. Ein erstes Erlebnis war schon die Landung auf dem „Wuyishan International Airport“, der eigentlich nur aus einem geteerten Platz und einer kleinen Ladenpassage besteht. Es muss allerdings fairerweise dazu gesagt werden, dass hier täglich nur etwa 5 Maschinen landen. Auf jeden Fall war ich schon etwas verwirrt, als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, mitten auf dem Rollfeld stand und weit und breit kein Bus in Sicht war. Aber der „Schock“ war schnell überwunden, da man das sinnvolle und hilfreiche Hinweisschild mit der Aufschrift „Domestic Arrivals“ auch zu Fuß in einer Minute erreicht hat (was unbedingt noch einmal betont werden muss, es wäre schließlich tragisch, wenn man einen internationalen Flug hat und zum falschen Ausgang geht...). Im Hotel erlebte ich dann die positive Überraschung, dass außer mir noch zwei andere Deutsche mit dabei waren, die ich nur noch nicht kannte, da einer von ihnen in Shenzhen arbeitet und der andere im anderen Bertelsmann-Büro in Shanghai. An dieser Stelle noch mal tausend Dank an Euch beide, Raoul und Thierry, ohne Euch wäre ich mit meinen, na ja, nennen wir es mal rudimentären Chinesisch-Kenntnissen wirklich eingegangen.

Der Freitagabend stand dann zur freien Verfügung und wir Unwissenden haben uns kurzerhand überlegt, dass man sich doch nett in eine Bar setzen könnte um sich zu unterhalten und noch was zu essen und zu trinken. Leider haben wir die Größe des Ortes extrem überschätzt, aber nach einer halben Stunde intensivstem Suchens sind wir schließlich doch noch fündig geworden und haben uns in einem kleinen Restaurant (wenn man es so nennen kann) doch noch etwas zu trinken und zu essen bestellt. Und so schlimm kann es im Nachhinein gar nicht gewesen sein, wir leben schließlich alle noch... Es ist aber wirklich gar nicht so einfach ein Restaurant zu finden, in welchem nicht die Käfige mit den Katzen, kleinen Kaninchen und anderen niedlichen Tieren vor der Tür stehen, von welchen man sich dann eins zum Essen aussuchen kann.
Am nächsten Morgen ging es dann los zu einer Flussfahrt, wo wir dann zum ersten Mal wirklich verstanden haben, warum Wuyishan als Reiseziel ausgewählt wurde. Die Landschaft ist wirklich fantastisch und die Bootsfahrt war ein unvergessliches Erlebnis. Zum einen ist es total schön, einfach nur etwa zwei Stunden lang in der Sonne auf einem Bambusfloß zu sitzen und die Sonne und die Landschaft zu genießen, zum anderen war aber auch die Konstruktion des Floßes an sich ein echtes Erlebnis. Dabei handelte es sich lediglich um einige dicke Bambusrohre, die zusammengebunden waren und nun acht Leute über Wasser halten sollten, Für die Fahrgäste war es aber trotzdem sehr bequem, wir auf unseren Gartenstühlen, die einfach nur auf das Floß gestellt wurden, hatten schließlich trockene Füße. Wir hatten zudem noch mal besondere Tieflage, da ein Deutscher im Durchschnitt ja schon um einiges schwerer ist als ein Chinese (was ich schmerzlich feststellen musste, als ich mein arvato-Polohemd in Größe XL bekommen habe, welches dann tragischer weise auch noch passte, wie man auf dem Foto unten sieht). Aber auch für unsere Sicherheit war ausreichend gesorgt, denn jeder von uns hat eine modische leuchtend-orange Schwimmweste bekommen. Wer weiß schon was alles passieren kann, wenn so ein Floß im knietiefen Wasser umkippt... Da geht man doch lieber auf Nummer sicher, nicht wahr?
Am Nachmittag sind wir dann ein bisschen „Bergsteigen“ gegangen. Wie sich glücklicherweise herausgestellt hat, bestand der gesamte Wanderweg aus in den Stein gehauenen Treppenstufen. Diese hunderte von Stufen hoch und runter zu laufen war schon anstrengend genug, vor allem da ich an diesem Wochenende auch noch erkältet war. War man aber erst mal oben angekommen, wurde man mit einem wunderschönen Ausblick über das ganze Tal und den Fluss belohnt.

Aber es wäre ja kein typisch chinesischer Ausflug, wenn man nicht nach einem genauen Zeitplan wieder in den Bus verfrachtet worden wäre, wir haben ja schließlich noch nicht alles gesehen! Also, auf zur nächsten Wanderung. Unser nächstes Ziel war ein großer Wasserfall, welcher dadurch, dass die Felsen etwas überstehen, genau in der Mitte einer Schlucht auf den Boden trifft. Bestimmt ein beeindruckendes Naturspektakel, wenn wir nicht das Pech gehabt hätten, das es schon seit langer zeit nicht mehr geregnet hat und dadurch kein einziger Tropfen Wasser zu sehen war. C’est la vie!
Wirklich viel Zeit traurig zu sein hatten wir ja auch nicht, denn der Zeitplan war fest vorgegeben. Also ging es zurück zum Parkplatz und ab in den Bus. Und jetzt dürft ihr raten: Was macht man mit einem ganzen Bus voll mit Leuten in durchgeschwitzten arvato-Polohemden und verdreckten Sportschuhen? Richtig, man fährt sie in ein edles Restaurant und kredenzt ein luxuriöses Abendessen. Habt ihr etwa etwas anderes gedacht? Die Feier war aber trotz der nicht ganz angemessenen Kleidung noch sehr nett, was allerdings etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die Trinkgewohnheiten der Chinesen. Es kommen leere Glaskannen mit Eiswürfeln auf den Tisch und es wird alles rein geschüttet, was gerade zur Hand ist: Whiskey, Cola, Rotwein, Wodka... Noch einmal gut durchgerührt, und Prost! Da schaut man doch lieber aus sicherer Entfernung zu.
Am nächsten Morgen ging es weiter mit einer lustigen Berg-Tour, hatten wir ja auch schon länger nicht mehr. Da aber alle vom Vorabend noch ganz schön müde (und ein Teil mit Sicherheit auch ziemlich verkatert) waren, war es noch mal um einiges anstrengender als am Vortag. Zum Trost war dann aber der Nachmittag zur freien Verfügung. Hurra, ein Nachmittag in Wuyishan an dem man machen kann, was man möchte!! Nach kurzem Überlegen (zu viele Alternativen gibt es ja nicht), haben Thierry, Raoul und ich uns zwei Rikschas gemietet und sind zur Massage gefahren. Was gibt es schöneres für die geschundenen Waden und Füße, als sich einmal richtig schön durchkneten zu lassen. Erholung pur! Am Nachmittag stand dann eine Teezeremonie mitten in den Bergen auf dem Programm, zu diesem Zeitpunkt hatte sich unsere Gruppe allerdings schon von 90 Leuten auf etwa 8 dezimiert. Was zunächst erneutes Bergkletter vermuten ließ, entpuppte sich aber als wunderschön gelegenes Teehaus mitten in den Bergen zwischen den Teefeldern. Die Teezeremonie war auch ein sehr schönes Erlebnis, allerdings habe ich leider kaum etwas verstanden, da sie, wie zu erwarten, komplett auf Chinesisch stattfand. Am Abend ging es dann via Wuyishan International Airport wieder zurück nach Shanghai und obwohl es einige sehr lange und anstrengende Tage waren, war es alles in allem ein sehr schönes Wochenende und auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Einige Tage später hieß es für mich dann auch schon wieder Koffer packen und auf nach good old Germany. Nach einem fabelhaften Flug via Hongkong mit der Cathay Pacific bin ich am Donnerstag Morgen auch total ausgeruht in Frankfurt gelandet und konnte mich nach einem leckeren Frühstück im Hotel somit gleich auf den Weg in die Stadt machen, um mir noch ein neues Kleid samt Schuhen und Accessoires für die Hochzeitsfeier am Samstag zu kaufen. Es war wirklich schön, endlich mal wieder in Deutschland unterwegs zu sein und sich überall vernünftig verständigen zu können. Außerdem waren meine Eltern und Matthias an diesem Tag auch schon da, so dass wir uns gemeinsam die Frankfurter Innenstadt, die ganzen Banken-Türme und die Börse anschauen konnten.

Am nächsten Tag ging es dann um elf Uhr Richtung Römer, in welchem sich in Frankfurt das Standesamt befindet. Es ist wirklich eine wunderschöne Kulisse, um zu heiraten. Es wäre vielleicht noch schöner gewesen, wenn nicht jemand für das Brautpaar direkt vor meinem Bruder und seiner Frau auf einem Jagdhorn fürchterlich falsch „Die Sau ist Tod“ gespielt hätte, aber lassen wir das, es hatte bestimmt seinen Hintergrund. Im Laufe des Tages sind dann auch alle anderen Verwandten angereist, wenn auch zum Teil mit einigen Verwirrungen auf Grund der Tatsache, dass Frankfurt zwei Flughäfen hat (nicht wahr, Janka und Marcus). Dadurch konnten wir alle zusammen zu Abend essen, was gerade für mich sehr schön war, da ich durch meine Zeit in Shanghai viele meiner Verwandten für eine ziemlich lange Zeit nicht mehr gesehen hatte. So konnte ich also meine knapp vier Tage in Deutschland optimal ausnutzen.

Am Samstagnachmittag war es dann endlich soweit, es ging los zur kirchlichen Trauung. Der Pastor hat eine sehr schöne Predigt gehalten und trotz der Botschaft, die er meinem Bruder und seiner Frau mit auf den Weg gegeben hat, eine gewisse Prise Humor einfließen lassen, wodurch alles sehr lebendig gewirkt hat. Für die Zukunft haben wir auf jeden Fall gelernt, dass man die Braut erst küssen darf, wenn der Pastor einem das erlaubt, nicht wahr Marco?
Nach der Trauung hat uns dann ein Bus zurück ins Hotel gebracht, in welchem auch die Hochzeitsfeier stattgefunden hat. Hier hatten wir nun noch eine Stunde Zeit, um uns umzuziehen und fertig zu machen, bevor das große Fest beginnen sollte. Nach einer kurzen Ansprache von Marco und Petra wurde dann das hervorragende Buffet eröffnet. Bei diesem leckeren Essen weiß man dann erst richtig zu schätzen, was einem in Shanghai fehlt. Es war eine sehr, sehr schöne Feier mit toller Musik und einer tollen Stimmung, wir haben viel gelacht und getanzt und jeder hat sehr viel Spaß gehabt. So kann ich Marco und Petra nur wünschen, dass ihr weiterer gemeinsamer Lebensweg genauso schön sein wird wie diese Hochzeitsfeier und ich möchte an dieser Stelle noch einmal dafür danke sagen, dass ich diese wunderschönen Tage mit Euch verbringen durfte.

Das waren nun erst mal meine Highlights der letzten drei Wochen, wenn es wieder was Interessantes zu berichten gibt, könnt ihr es hier lesen. Ich möchte mich an dieser Stelle auch schon mal für die ganzen lieben E-Mails bedanken, die ich von Euch bekommen habe. Da es die letzten paar Wochen doch ziemlich hektisch war habe ich es leider noch nicht geschafft, alle zu beantworten, aber spätestens nächste Woche schreibe ich allen zurück, versprochen.
Bis dahin alles Liebe,
Eure Isabelle
nach den letzten ereignisreichen Wochen habe ich heute endlich mal wieder etwas Ruhe gefunden, um Euch auf dem Laufenden zu halten. Das größte Ereignis war sicherlich die Hochzeit von meinem Bruder am letzten Wochenende, zu welcher ich einige Tage zurück in die Heimat gekehrt bin.
Da es hier aber alles schön der Reihe nach geht, berichte ich zunächst von meinem Betriebsausflug mit arvato (welcher hier den wunderbaren Namen „Outing“ trägt), der am Wochenende zwei Wochen davor stattgefunden hat. Dazu sind wir alle zusammen nach Wuyishan geflogen, einem kleinen Ort mitten in der chinesischen Provinz, etwa 45 Flugminuten von Shanghai entfernt. Ein erstes Erlebnis war schon die Landung auf dem „Wuyishan International Airport“, der eigentlich nur aus einem geteerten Platz und einer kleinen Ladenpassage besteht. Es muss allerdings fairerweise dazu gesagt werden, dass hier täglich nur etwa 5 Maschinen landen. Auf jeden Fall war ich schon etwas verwirrt, als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, mitten auf dem Rollfeld stand und weit und breit kein Bus in Sicht war. Aber der „Schock“ war schnell überwunden, da man das sinnvolle und hilfreiche Hinweisschild mit der Aufschrift „Domestic Arrivals“ auch zu Fuß in einer Minute erreicht hat (was unbedingt noch einmal betont werden muss, es wäre schließlich tragisch, wenn man einen internationalen Flug hat und zum falschen Ausgang geht...). Im Hotel erlebte ich dann die positive Überraschung, dass außer mir noch zwei andere Deutsche mit dabei waren, die ich nur noch nicht kannte, da einer von ihnen in Shenzhen arbeitet und der andere im anderen Bertelsmann-Büro in Shanghai. An dieser Stelle noch mal tausend Dank an Euch beide, Raoul und Thierry, ohne Euch wäre ich mit meinen, na ja, nennen wir es mal rudimentären Chinesisch-Kenntnissen wirklich eingegangen.

Der Freitagabend stand dann zur freien Verfügung und wir Unwissenden haben uns kurzerhand überlegt, dass man sich doch nett in eine Bar setzen könnte um sich zu unterhalten und noch was zu essen und zu trinken. Leider haben wir die Größe des Ortes extrem überschätzt, aber nach einer halben Stunde intensivstem Suchens sind wir schließlich doch noch fündig geworden und haben uns in einem kleinen Restaurant (wenn man es so nennen kann) doch noch etwas zu trinken und zu essen bestellt. Und so schlimm kann es im Nachhinein gar nicht gewesen sein, wir leben schließlich alle noch... Es ist aber wirklich gar nicht so einfach ein Restaurant zu finden, in welchem nicht die Käfige mit den Katzen, kleinen Kaninchen und anderen niedlichen Tieren vor der Tür stehen, von welchen man sich dann eins zum Essen aussuchen kann.
Am nächsten Morgen ging es dann los zu einer Flussfahrt, wo wir dann zum ersten Mal wirklich verstanden haben, warum Wuyishan als Reiseziel ausgewählt wurde. Die Landschaft ist wirklich fantastisch und die Bootsfahrt war ein unvergessliches Erlebnis. Zum einen ist es total schön, einfach nur etwa zwei Stunden lang in der Sonne auf einem Bambusfloß zu sitzen und die Sonne und die Landschaft zu genießen, zum anderen war aber auch die Konstruktion des Floßes an sich ein echtes Erlebnis. Dabei handelte es sich lediglich um einige dicke Bambusrohre, die zusammengebunden waren und nun acht Leute über Wasser halten sollten, Für die Fahrgäste war es aber trotzdem sehr bequem, wir auf unseren Gartenstühlen, die einfach nur auf das Floß gestellt wurden, hatten schließlich trockene Füße. Wir hatten zudem noch mal besondere Tieflage, da ein Deutscher im Durchschnitt ja schon um einiges schwerer ist als ein Chinese (was ich schmerzlich feststellen musste, als ich mein arvato-Polohemd in Größe XL bekommen habe, welches dann tragischer weise auch noch passte, wie man auf dem Foto unten sieht). Aber auch für unsere Sicherheit war ausreichend gesorgt, denn jeder von uns hat eine modische leuchtend-orange Schwimmweste bekommen. Wer weiß schon was alles passieren kann, wenn so ein Floß im knietiefen Wasser umkippt... Da geht man doch lieber auf Nummer sicher, nicht wahr?
Am Nachmittag sind wir dann ein bisschen „Bergsteigen“ gegangen. Wie sich glücklicherweise herausgestellt hat, bestand der gesamte Wanderweg aus in den Stein gehauenen Treppenstufen. Diese hunderte von Stufen hoch und runter zu laufen war schon anstrengend genug, vor allem da ich an diesem Wochenende auch noch erkältet war. War man aber erst mal oben angekommen, wurde man mit einem wunderschönen Ausblick über das ganze Tal und den Fluss belohnt.

Aber es wäre ja kein typisch chinesischer Ausflug, wenn man nicht nach einem genauen Zeitplan wieder in den Bus verfrachtet worden wäre, wir haben ja schließlich noch nicht alles gesehen! Also, auf zur nächsten Wanderung. Unser nächstes Ziel war ein großer Wasserfall, welcher dadurch, dass die Felsen etwas überstehen, genau in der Mitte einer Schlucht auf den Boden trifft. Bestimmt ein beeindruckendes Naturspektakel, wenn wir nicht das Pech gehabt hätten, das es schon seit langer zeit nicht mehr geregnet hat und dadurch kein einziger Tropfen Wasser zu sehen war. C’est la vie!
Wirklich viel Zeit traurig zu sein hatten wir ja auch nicht, denn der Zeitplan war fest vorgegeben. Also ging es zurück zum Parkplatz und ab in den Bus. Und jetzt dürft ihr raten: Was macht man mit einem ganzen Bus voll mit Leuten in durchgeschwitzten arvato-Polohemden und verdreckten Sportschuhen? Richtig, man fährt sie in ein edles Restaurant und kredenzt ein luxuriöses Abendessen. Habt ihr etwa etwas anderes gedacht? Die Feier war aber trotz der nicht ganz angemessenen Kleidung noch sehr nett, was allerdings etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die Trinkgewohnheiten der Chinesen. Es kommen leere Glaskannen mit Eiswürfeln auf den Tisch und es wird alles rein geschüttet, was gerade zur Hand ist: Whiskey, Cola, Rotwein, Wodka... Noch einmal gut durchgerührt, und Prost! Da schaut man doch lieber aus sicherer Entfernung zu.
Am nächsten Morgen ging es weiter mit einer lustigen Berg-Tour, hatten wir ja auch schon länger nicht mehr. Da aber alle vom Vorabend noch ganz schön müde (und ein Teil mit Sicherheit auch ziemlich verkatert) waren, war es noch mal um einiges anstrengender als am Vortag. Zum Trost war dann aber der Nachmittag zur freien Verfügung. Hurra, ein Nachmittag in Wuyishan an dem man machen kann, was man möchte!! Nach kurzem Überlegen (zu viele Alternativen gibt es ja nicht), haben Thierry, Raoul und ich uns zwei Rikschas gemietet und sind zur Massage gefahren. Was gibt es schöneres für die geschundenen Waden und Füße, als sich einmal richtig schön durchkneten zu lassen. Erholung pur! Am Nachmittag stand dann eine Teezeremonie mitten in den Bergen auf dem Programm, zu diesem Zeitpunkt hatte sich unsere Gruppe allerdings schon von 90 Leuten auf etwa 8 dezimiert. Was zunächst erneutes Bergkletter vermuten ließ, entpuppte sich aber als wunderschön gelegenes Teehaus mitten in den Bergen zwischen den Teefeldern. Die Teezeremonie war auch ein sehr schönes Erlebnis, allerdings habe ich leider kaum etwas verstanden, da sie, wie zu erwarten, komplett auf Chinesisch stattfand. Am Abend ging es dann via Wuyishan International Airport wieder zurück nach Shanghai und obwohl es einige sehr lange und anstrengende Tage waren, war es alles in allem ein sehr schönes Wochenende und auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Einige Tage später hieß es für mich dann auch schon wieder Koffer packen und auf nach good old Germany. Nach einem fabelhaften Flug via Hongkong mit der Cathay Pacific bin ich am Donnerstag Morgen auch total ausgeruht in Frankfurt gelandet und konnte mich nach einem leckeren Frühstück im Hotel somit gleich auf den Weg in die Stadt machen, um mir noch ein neues Kleid samt Schuhen und Accessoires für die Hochzeitsfeier am Samstag zu kaufen. Es war wirklich schön, endlich mal wieder in Deutschland unterwegs zu sein und sich überall vernünftig verständigen zu können. Außerdem waren meine Eltern und Matthias an diesem Tag auch schon da, so dass wir uns gemeinsam die Frankfurter Innenstadt, die ganzen Banken-Türme und die Börse anschauen konnten.

Am nächsten Tag ging es dann um elf Uhr Richtung Römer, in welchem sich in Frankfurt das Standesamt befindet. Es ist wirklich eine wunderschöne Kulisse, um zu heiraten. Es wäre vielleicht noch schöner gewesen, wenn nicht jemand für das Brautpaar direkt vor meinem Bruder und seiner Frau auf einem Jagdhorn fürchterlich falsch „Die Sau ist Tod“ gespielt hätte, aber lassen wir das, es hatte bestimmt seinen Hintergrund. Im Laufe des Tages sind dann auch alle anderen Verwandten angereist, wenn auch zum Teil mit einigen Verwirrungen auf Grund der Tatsache, dass Frankfurt zwei Flughäfen hat (nicht wahr, Janka und Marcus). Dadurch konnten wir alle zusammen zu Abend essen, was gerade für mich sehr schön war, da ich durch meine Zeit in Shanghai viele meiner Verwandten für eine ziemlich lange Zeit nicht mehr gesehen hatte. So konnte ich also meine knapp vier Tage in Deutschland optimal ausnutzen.

Am Samstagnachmittag war es dann endlich soweit, es ging los zur kirchlichen Trauung. Der Pastor hat eine sehr schöne Predigt gehalten und trotz der Botschaft, die er meinem Bruder und seiner Frau mit auf den Weg gegeben hat, eine gewisse Prise Humor einfließen lassen, wodurch alles sehr lebendig gewirkt hat. Für die Zukunft haben wir auf jeden Fall gelernt, dass man die Braut erst küssen darf, wenn der Pastor einem das erlaubt, nicht wahr Marco?
Nach der Trauung hat uns dann ein Bus zurück ins Hotel gebracht, in welchem auch die Hochzeitsfeier stattgefunden hat. Hier hatten wir nun noch eine Stunde Zeit, um uns umzuziehen und fertig zu machen, bevor das große Fest beginnen sollte. Nach einer kurzen Ansprache von Marco und Petra wurde dann das hervorragende Buffet eröffnet. Bei diesem leckeren Essen weiß man dann erst richtig zu schätzen, was einem in Shanghai fehlt. Es war eine sehr, sehr schöne Feier mit toller Musik und einer tollen Stimmung, wir haben viel gelacht und getanzt und jeder hat sehr viel Spaß gehabt. So kann ich Marco und Petra nur wünschen, dass ihr weiterer gemeinsamer Lebensweg genauso schön sein wird wie diese Hochzeitsfeier und ich möchte an dieser Stelle noch einmal dafür danke sagen, dass ich diese wunderschönen Tage mit Euch verbringen durfte.

Das waren nun erst mal meine Highlights der letzten drei Wochen, wenn es wieder was Interessantes zu berichten gibt, könnt ihr es hier lesen. Ich möchte mich an dieser Stelle auch schon mal für die ganzen lieben E-Mails bedanken, die ich von Euch bekommen habe. Da es die letzten paar Wochen doch ziemlich hektisch war habe ich es leider noch nicht geschafft, alle zu beantworten, aber spätestens nächste Woche schreibe ich allen zurück, versprochen.
Bis dahin alles Liebe,
Eure Isabelle
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Mittwoch, 10. Oktober 2007
Wir sind Weltmeister!!!
isabelleadelt, 20:19h
Hallo ihr Lieben daheim gebliebenen,
Nun ist es an der Zeit für einen kleinen Bericht über meine arbeitsfreie Woche. Wie das nun mal so ist wenn man Urlaub hat bin ich in dieser Zeit natürlich nicht dazu gekommen, einen kurzen Bericht zu schreiben...
Ich habe meine gesamte freie Woche in Shanghai verbracht, da natürlich gesamt China in dieser Woche nicht arbeiten muss und alle verreisen möchten. Nach meinem vergeblichen Versuch, am Montag letzter Woche eine Zugfahrkarte nach Hangzhou oder in eine andere der umliegenden „Kleinstädte“ zu ergattern, diese aber bereits für die gesamte Woche ausverkauft waren, habe ich beschlossen, die Zeit zu nutzen und mir die etwas entlegeneren Ecken von Shanghai anzuschauen. Dort waren zum Glück auch nicht so viele Leute, so dass man wenigstens noch ein bisschen das wunderbare Wetter und die Umgebung genießen konnte.
Die freie Woche wurde auch gleich perfekt eingeläutet: Am Sonntag, meinem letzten Arbeitstag vor den Ferien, habe ich mir das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen angesehen. Und was soll ich sagen, was die Männer nicht geschafft haben, ist unseren Frauen nun schon zum zweiten Mal in Folge gelungen: Wir sind Weltmeister!!

Die Stimmung im Hongkou Football Stadium war schon beim Spiel um den dritten Platz zwischen den USA und Norwegen fantastisch, obwohl das Stadion zu dieser Zeit noch fast halb leer war. Als dann allerdings unsere Elf zu ihrem Siegeszug gegen die Brasilianerinnen antrat habe ich mich wieder ein bisschen in den Sommer letzten Jahres zurückversetzt gefühlt. Das Stadion war zu mehr als der Hälfte mit Deutschen gefüllt, welche dann auch gleich die typischen Fangesänge à la „Steht auf, wenn ihr Deutsche seid“ oder „Einer geht noch, einer geht noch rein“ anstimmten. Das erste Mal in meinem Leben habe ich miterlebt, dass eine La Ola-Welle mehr als zehn Minuten am Stück überleben kann. Die Stimmung war schon das ganze Spiel über am brodeln, aber spätestens nach dem gehaltenen Elfmeter hat es keinen mehr auf seinem Platz gehalten. Zusammen mit der anschließenden Siegesfeier mit großem Feuerwerk war es wirklich ein einmaliges Erlebnis, was so schnell nicht wieder kommt. Vielleicht ja 2011 in Deutschland, wer weiß...
Die Woche habe ich dann sehr ruhig angehen lassen und mir verschiedene Gärten, Tempel und Bauwerke angeschaut. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass es in so einer hektischen Großstadt wie Shanghai doch noch einige Ruhepole gibt. Ich habe in dieser Zeit einen ganz neuen Eindruck von der kulturellen Vielfalt und den Besonderheiten Shanghais gewinnen können und habe es natürlich auch genossen, mich einfach mal für einige Zeit in ein Straßencafé zu setzen um ein gutes Buch zu lesen und die Leute zu beobachten. Ein ganz besonderes Erlebnis war mein Besuch des Shanghaier Zoos, sowohl im negativen als auch im positiven Sinne.

Nachdem ich im Internet gelesen habe, dass dort vor einigen Monaten ein Babyelefant geboren wurde, habe ich mich am Dienstag bei strahlendem Sonnenschein dazu entschlossen, mir einen gemütlichen Tag im Zoo zu gönnen. Nachdem ich es in Deutschland schon nicht in den Berliner Tiergarten geschafft habe, als dort vor zwei Jahren die kleinen Elefanten zu Hause waren, wollte ich wenigstens hier einmal „live“ dabei sein. Der Babyelefant war es auch wirklich Wert, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Es ist allerdings traurig zu sehen, in welcher Art und Weise die Tiere hier in China gehalten werden. Lediglich die „Attraktionen“ wie beispielsweise die Pandabären oder eben die Elefanten haben ein Außengehege mit genügend Freilauf. Die anderen Tiere hingegen sind in kleine Glasboxen eingepfercht, die nicht mal im Entferntesten ihrem natürlichen Lebensraum ähneln. Außerdem ist es schlimm mit anzuschauen, wie die zum Großteil sehr schlecht erzogenen chinesischen Kinder mit Plastikflaschen oder allem, was sie gerade zur Hand haben, auf die Tiere werfen, damit sie sich endlich bewegen. Manche Käfige glichen leider mehr einer Müllhalde als allem andern.
Von dieser nicht ganz so schönen Tatsache komme ich aber nun zu meinem ganz persönlichen Highlight dieser Woche: Das Formel 1 Rennen auf dem Shanghai International Circuit!!!

Nachdem ich schon in Deutschland immer mal zu einem Formel 1 Rennen gehen wollte, mir die Preise dann aber zumeist die Sprache verschlagen haben, habe ich mir hier einen Besuch bei diesem einmaligen Ereignis gegönnt (zumal die Preise hier auf Grund des geringeren Einkommens auch wesentlich humaner sind). Also bin ich am Samstag zum Qualifying und am Sonntag zum eigentlichen Rennen zum Shanghai International Circuit nach Jiading gefahren und habe diese einzigartige Atmosphäre, die man wirklich erst richtig fassen kann, wenn man live dabei ist, einmal selber miterlebt. Zudem sind an den beiden Tagen auf derselben Rennstrecke auch noch die Rennen der Formula BMW Asia und der Formula Porsche Asia ausgetragen worden, so dass man den ganzen Tag an der Rennstrecke verbringen konnte.

Ich hatte einen traumhaften Platz, von dem man sowohl freie Sicht auf die Start- und Zielgerade und die Ausfahrt der Boxengasse als auch auf die erste enge Kurve nach dem Start hatte, in welcher die Rennwagen auf etwa 80 km/h abbremsen müssen. So konnte man an diesem Teil der Rennstrecke die Autos wirklich sehen und nicht nur erahnen, was da gerade an einem vorbeigerast ist. Ich hatte lediglich etwas Pech, dass ich mit meiner Hamilton-Mütze direkt im Fernando Alonso-Fanblock saß. Aber mir wurde, nachdem Hamilton leider nach der Hälfte des Rennens ausgeschieden ist, verziehen und es hat sich sogar einer von ihnen bereit erklärt, ein Foto von mir zu machen. So bleibt wenigstens das letzte Rennen in Sao Paolo spannend, auch wenn eine Entscheidung zu Hamiltons Gunsten hier in Shanghai natürlich etwas für sich gehabt hätte!

So, das waren erst mal meine letzten Erlebnisse und Eindrücke hier aus dem fernen China. Ich würde mich freuen, auch mal was von Euch zu hören und melde mich an dieser Stelle wieder, wenn es etwas Neues aus dem Reich der Mitte zu berichten gibt, beispielsweise von meinem Ausflug mit der ganzen arvato-Truppe zum Wuyi Mountain am Wochenende.
Bis dahin ganz liebe Grüße, ich hoffe, es geht euch allen gut,
Eure Isabelle
Nun ist es an der Zeit für einen kleinen Bericht über meine arbeitsfreie Woche. Wie das nun mal so ist wenn man Urlaub hat bin ich in dieser Zeit natürlich nicht dazu gekommen, einen kurzen Bericht zu schreiben...
Ich habe meine gesamte freie Woche in Shanghai verbracht, da natürlich gesamt China in dieser Woche nicht arbeiten muss und alle verreisen möchten. Nach meinem vergeblichen Versuch, am Montag letzter Woche eine Zugfahrkarte nach Hangzhou oder in eine andere der umliegenden „Kleinstädte“ zu ergattern, diese aber bereits für die gesamte Woche ausverkauft waren, habe ich beschlossen, die Zeit zu nutzen und mir die etwas entlegeneren Ecken von Shanghai anzuschauen. Dort waren zum Glück auch nicht so viele Leute, so dass man wenigstens noch ein bisschen das wunderbare Wetter und die Umgebung genießen konnte.
Die freie Woche wurde auch gleich perfekt eingeläutet: Am Sonntag, meinem letzten Arbeitstag vor den Ferien, habe ich mir das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen angesehen. Und was soll ich sagen, was die Männer nicht geschafft haben, ist unseren Frauen nun schon zum zweiten Mal in Folge gelungen: Wir sind Weltmeister!!

Die Stimmung im Hongkou Football Stadium war schon beim Spiel um den dritten Platz zwischen den USA und Norwegen fantastisch, obwohl das Stadion zu dieser Zeit noch fast halb leer war. Als dann allerdings unsere Elf zu ihrem Siegeszug gegen die Brasilianerinnen antrat habe ich mich wieder ein bisschen in den Sommer letzten Jahres zurückversetzt gefühlt. Das Stadion war zu mehr als der Hälfte mit Deutschen gefüllt, welche dann auch gleich die typischen Fangesänge à la „Steht auf, wenn ihr Deutsche seid“ oder „Einer geht noch, einer geht noch rein“ anstimmten. Das erste Mal in meinem Leben habe ich miterlebt, dass eine La Ola-Welle mehr als zehn Minuten am Stück überleben kann. Die Stimmung war schon das ganze Spiel über am brodeln, aber spätestens nach dem gehaltenen Elfmeter hat es keinen mehr auf seinem Platz gehalten. Zusammen mit der anschließenden Siegesfeier mit großem Feuerwerk war es wirklich ein einmaliges Erlebnis, was so schnell nicht wieder kommt. Vielleicht ja 2011 in Deutschland, wer weiß...
Die Woche habe ich dann sehr ruhig angehen lassen und mir verschiedene Gärten, Tempel und Bauwerke angeschaut. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass es in so einer hektischen Großstadt wie Shanghai doch noch einige Ruhepole gibt. Ich habe in dieser Zeit einen ganz neuen Eindruck von der kulturellen Vielfalt und den Besonderheiten Shanghais gewinnen können und habe es natürlich auch genossen, mich einfach mal für einige Zeit in ein Straßencafé zu setzen um ein gutes Buch zu lesen und die Leute zu beobachten. Ein ganz besonderes Erlebnis war mein Besuch des Shanghaier Zoos, sowohl im negativen als auch im positiven Sinne.

Nachdem ich im Internet gelesen habe, dass dort vor einigen Monaten ein Babyelefant geboren wurde, habe ich mich am Dienstag bei strahlendem Sonnenschein dazu entschlossen, mir einen gemütlichen Tag im Zoo zu gönnen. Nachdem ich es in Deutschland schon nicht in den Berliner Tiergarten geschafft habe, als dort vor zwei Jahren die kleinen Elefanten zu Hause waren, wollte ich wenigstens hier einmal „live“ dabei sein. Der Babyelefant war es auch wirklich Wert, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Es ist allerdings traurig zu sehen, in welcher Art und Weise die Tiere hier in China gehalten werden. Lediglich die „Attraktionen“ wie beispielsweise die Pandabären oder eben die Elefanten haben ein Außengehege mit genügend Freilauf. Die anderen Tiere hingegen sind in kleine Glasboxen eingepfercht, die nicht mal im Entferntesten ihrem natürlichen Lebensraum ähneln. Außerdem ist es schlimm mit anzuschauen, wie die zum Großteil sehr schlecht erzogenen chinesischen Kinder mit Plastikflaschen oder allem, was sie gerade zur Hand haben, auf die Tiere werfen, damit sie sich endlich bewegen. Manche Käfige glichen leider mehr einer Müllhalde als allem andern.
Von dieser nicht ganz so schönen Tatsache komme ich aber nun zu meinem ganz persönlichen Highlight dieser Woche: Das Formel 1 Rennen auf dem Shanghai International Circuit!!!

Nachdem ich schon in Deutschland immer mal zu einem Formel 1 Rennen gehen wollte, mir die Preise dann aber zumeist die Sprache verschlagen haben, habe ich mir hier einen Besuch bei diesem einmaligen Ereignis gegönnt (zumal die Preise hier auf Grund des geringeren Einkommens auch wesentlich humaner sind). Also bin ich am Samstag zum Qualifying und am Sonntag zum eigentlichen Rennen zum Shanghai International Circuit nach Jiading gefahren und habe diese einzigartige Atmosphäre, die man wirklich erst richtig fassen kann, wenn man live dabei ist, einmal selber miterlebt. Zudem sind an den beiden Tagen auf derselben Rennstrecke auch noch die Rennen der Formula BMW Asia und der Formula Porsche Asia ausgetragen worden, so dass man den ganzen Tag an der Rennstrecke verbringen konnte.

Ich hatte einen traumhaften Platz, von dem man sowohl freie Sicht auf die Start- und Zielgerade und die Ausfahrt der Boxengasse als auch auf die erste enge Kurve nach dem Start hatte, in welcher die Rennwagen auf etwa 80 km/h abbremsen müssen. So konnte man an diesem Teil der Rennstrecke die Autos wirklich sehen und nicht nur erahnen, was da gerade an einem vorbeigerast ist. Ich hatte lediglich etwas Pech, dass ich mit meiner Hamilton-Mütze direkt im Fernando Alonso-Fanblock saß. Aber mir wurde, nachdem Hamilton leider nach der Hälfte des Rennens ausgeschieden ist, verziehen und es hat sich sogar einer von ihnen bereit erklärt, ein Foto von mir zu machen. So bleibt wenigstens das letzte Rennen in Sao Paolo spannend, auch wenn eine Entscheidung zu Hamiltons Gunsten hier in Shanghai natürlich etwas für sich gehabt hätte!

So, das waren erst mal meine letzten Erlebnisse und Eindrücke hier aus dem fernen China. Ich würde mich freuen, auch mal was von Euch zu hören und melde mich an dieser Stelle wieder, wenn es etwas Neues aus dem Reich der Mitte zu berichten gibt, beispielsweise von meinem Ausflug mit der ganzen arvato-Truppe zum Wuyi Mountain am Wochenende.
Bis dahin ganz liebe Grüße, ich hoffe, es geht euch allen gut,
Eure Isabelle
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Montag, 24. September 2007
Der Alltag hat mich fast schon wieder... Aber eben auch nur fast!
isabelleadelt, 17:18h

Ich dachte, es wäre mal wieder an der Zeit, ein kleines Lebenszeichen von mir zu geben und euch über meine neusten Abenteuer aus dem fernen Shanghai auf dem Laufenden zu halten. Aber so lange ihr nichts von mir hört, könnt ihr unbesorgt sein: Es geht mir gut!!!
Mittlerweile ist bei mir schon fast der „Alltag eingekehrt“, da ich mich an das Leben hier schon richtig gewöhnt habe. Unter der Woche bin ich sehr gut damit beschäftigt zu arbeiten und Chinesisch zu lernen, so dass mir für Erkundungstouren durch die Stadt nurmehr die Wochenenden bleiben. Diese Woche wird leider auch Samstag und Sonntag gearbeitet, aber als Ausgleich dafür ist dann auf Grund des Nationalfeiertages die gesamte nächste Woche frei. In dieser Zeit habe ich mir vorgenommen, die Umgebung von Shanghai etwas zu erkunden. Hier soll es sehr viele „kleine Städtchen“ geben, die sehr traditionell und wunderschön sind. Ich bin sehr gespannt und freue mich schon darauf, das etwas traditionellere China kennenzulernen.
Dieses Wochenende habe ich hauptsächlich mit Organisatorischem verbracht. Ich bin in eine neue Wohnung gezogen, die zwar im gleichen Haus liegt und genauso zugeschnitten und ausgestattet ist wie meine „alte“, aber durch die Sonderkonditionen, die die Sprachschule bekommt, um einiges weniger Miete kostet. Nun wohne ich nicht mehr im achten Stock, sondern im 21. und habe einen traumhaften Blick auf die Skyline. Außerdem habe ich mir Karten für das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen diese Woche Sonntag und für das Formel 1 Rennen in der nächsten Woche gekauft. Dafür musste ich leider etwas in der Gegend rumfahren und rumlaufen, da man über das Internet ausschließlich mit chinesischen Kreditkarten zahlen kann. Dadurch habe ich aber einige Ecken von Shanghai kennengelernt, die man sonst vielleicht nicht unbedingt sehen würde und konnte einen ganz tollen Einblick in die traditionelle Lebensweise der Chinesen gewinnen. Den Sonntag habe ich dann den ganzen Tag im Jingan Park bei mir gegenüber gesessen, ein gutes Buch gelesen und die Sonne genossen. Der Park ist wirklich wunderschön, sehr gepflegt und seltsamerweise immer ziemlich leer. Und da ich Gott sei Dank gleich in meiner ersten Woche hier einen „Foreign Language Bookstore“ gefunden habe, in dem es englischsprachige Bücher gibt, bin ich bestens versorgt und kann so viel lesen wie ich möchte...

Das Wochenende davor war das Wetter leider nicht so gut, so dass ich mir einige Alternativen überlegen musste. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, mir einige Tempel anzuschauen. Besonders beeindruckt hat mich der Jadebuddha-Tempel, in welchem man sich eine etwa 2m große Buddhastatue anschauen kann, die aus einem einzigen Jadeblock gearbeitet wurde. Zur Herrschaftszeit Maos wurden alle religiösen Reliquien vernichtet, es ist aber einigen Mönchen gelungen, dieses beeindruckende Werk zu verstecken. Im eigentlichen Tempel und davor tummeln sich die Gläubigen, zünden Räucherstäbchen an und beten zu verschiedenen Göttern. Außerdem kann man die roten Glücksbänder, welche auf dem Foto zu sehen sind, kaufen und sich etwas wünschen, wenn man diese am Tempel befestigt. Dort herrscht eine ganz tolle, friedlich Atmosphäre, die man nicht beschreiben kann, sondern selber einmal miterlebt haben muss.

Am Sonntag hatte ich mir eigentlich vorgenommen, auf die „Perle des Orients“, den berühmten Fernsehturm, zu fahren und mir Shanghai einmal vom höchsten Gebäude aus anzuschauen. Ähnlich wie im Fernsehturm in Berlin befindet sich in der oberen Kugel ein Restaurant, das sich langsam dreht, so dass man sich bei einem Tee und Mooncake oder ein paar Dumplings gemütlich die ganze Stadt anschauen kann. Leider war es als ich dort angekommen bin aber so nebelig, dass ich mir kurzerhand überlegt habe, das doch lieber auf einen anderen Tag zu verschieben und mir an Stelle dessen das Aquarium, welches direkt daneben liegt, anzusehen.

Dort war es auf Grund des für chinesische Verhältnisse relativ hohen Eintrittspreises von 12€ ziemlich leer, so dass ich ganz in Ruhe in Kindheitserinnerungen schwelgen konnte. Und spätestens als ich in dem laut Werbeanzeige „längsten Unterwassertunnel der Welt“ angekommen bin habe ich mich gefühlt wie damals mit 11 Jahren bei Kelly Tarlton‘s. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn die riesigen Rochen und Haie über einem schwimmen, aber ich bin auch immer wieder begeistert von den vielen exotischen Fischen und anderen Wassertieren, die man dort sehen kann. Ein bisschen Kind bleibt man eben doch immer!

Das waren erst mal die Neuigkeiten aus dem fernen Osten, und ihr seht, obwohl ich mich langsam an das Leben hier gewöhne, gibt es doch immer noch jede Menge neue Sachen zu entdecken. Ich werde mich spätestens mit den Berichten und Fotos zur Fußball-WM und zum Formel 1-Rennen wieder bei euch melden. Ich würde mich in der Zwischenzeit natürlich auch über eine kurze Nachricht von euch freuen um zu lesen, wie es euch geht und was ihr macht.
Bis dahin ganz liebe Grüße,
Eure Isabelle
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Sonntag, 9. September 2007
WANTED!
isabelleadelt, 16:50h

Nun bin ich schon fast zwei Wochen hier in Shanghai und ich muss sagen: Es gefällt mir von Tag zu Tag besser!
Diese Woche gab es leider einen etwas unschönen Zwischenfall... Gestern gegen zwei Uhr nachmittags wurde mir im Volkspark mein Portemonnaie gestohlen, daher auch der Titel dieses Eintrags: WANTED! Wenn jemand von euch einen Chinesen gesehen hat, etwa 1,70m groß, schwarze Haare und Schlitzaugen, er war‘s!!! Bitte sofort bei mir melden!
Im ersten Moment war der Schreck groß, da auf einmal alle meine Kreditkarten, mein Personalausweis, mein Wohnungsschlüssel etc. weg waren. Aber um der Sache auch etwas Positives abzugewinnen muss ich sagen, dass die Chinesen ein sehr hilfsbereites Volk sind. Ein älterer Herr, der den Vorfall beobachtet hat, und eine junge Chinesin haben mir sofort ihre Hilfe angeboten und die Polizei verständigt. Mir muss wohl jemand in die Handtasche gegriffen haben, als mich sein Komplize fast über den Haufen gerannt hat. Auf der Polizeiwache gab es Gott sei Dank einen Polizisten, der sehr gut Englisch sprechen konnte und die Sache somit wesentlich erleichtert hat. Nachdem nun die Anzeige aufgenommen war, die Kreditkarten mit Hilfe meiner Eltern und meines Bruders innerhalb kürzester Zeit gesperrt waren und der Wohnungsschlüssel (eine Karte, auf der sowohl die Adresse als auch die Appartementnummer steht) deaktiviert wurde, wurde ich dann auch langsam etwas ruhiger. Nun warte ich gespannt darauf, ob wenigstens von meinen Dokumenten wie Personalausweis oder Führerschein welche bei der Polizei abgegeben werden. Was ich dann doch etwas beunruhigend fand war die Aussage des Polizisten „Das ist nichts ungewöhnliches, dass sind solche Jugendbanden, die schon ziemlich professionell sind. Solche Vorfälle gibt es am Tag bestimmt 10 bis 15 Stück.“ Na toll, dann werde ich mein neues Portemonnaie von nun an wohl lieber zu Hause lassen und mir lediglich etwas Geld in die Hosentasche stecken...
Der Rest der Woche hätte dafür aber nicht besser laufen können. Die Arbeit bei arvato macht mir sehr viel Spaß und ich habe sehr interessante Aufgaben bekommen, die ich zum größten Teil komplett selbstständig bearbeiten darf. Eine echte Herausforderung! Die Kollegen sind alle sehr nett und haben mich ganz toll aufgenommen, und nachdem nach den ersten beiden Tagen die kleinen Startschwierigkeiten beseitigt waren (wie beispielsweise, dass alle Programm inklusive Microsoft Office und Windows nur auf Chinesisch vorhanden waren), konnte ich dann am Mittwoch richtig loslegen. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und meine neuen spannenden Aufgaben! Außerdem habe ich erfahren, dass die erste Oktoberwoche auf Grund des Nationalfeiertages der Chinesen komplett frei ist, so dass ich nun schauen möchte, ob ich mir in dieser Zeit ein wenig vom Rest des Landes anschauen kann. Es ist allerdings sehr schwierig, in dieser Zeit noch eine Unterkunft oder einen bezahlbaren Flug zu finden.

Trotz der Arbeit und des Sprachunterrichts habe ich noch die Gelegenheit, mir ein wenig von der Stadt anzuschauen. Diese Woche habe ich mir den traditionellen Teil Shanghais, die alte Chinesenstadt, vorgenommen. Hier bekommt man einen wunderbaren Einblick, wie es früher in China ausgesehen haben muss. In diesem Teil der Stadt fahren keine Autos und an den Gässchen reihen sich Häuser im klassischen chinesischen Stil aneinander. In den Läden kann man sehr viele traditionell chinesische Produkte kaufen, aber natürlich dürfen auch Starbucks und McDonalds nicht fehlen (wie überall in Shanghai). Im Zentrum dieses Stadtteils befindet sich ein Teich mit einem Teehaus in der Mitte. Die Neun-Biegungen-Brücke, die zu diesem Teehaus hinführt, dürfte wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Shanghais sein. Da es dort am Sonntag extrem voll war, konnte ich leider keinen Tee trinken. Das werde ich aber auf jeden Fall nachholen!

Direkt an die chinesische Altstadt schließt sich der Yu Garten an, ein wunderschöner Park, der früher als Privatgarten eines reichen Beraters des Kaisers angelegt wurde. Hier findet man noch zahlreiche alte Tempel, Teiche und Skulpturen in dem Stil, in dem ich mir das traditionelle China zu Hause vorgestellt habe. Da man für diesen Garten 40 Yuan (also etwa 4 €) Eintritt zahlen muss, war es hier ausnahmsweise sehr schön leer und man konnte die Anlagen in vollen Zügen genießen.

Besonders in Bezug auf Europäer und Amerikaner sind die Chinesen sehr zuvorkommend und sehr besorgt, dass ein falscher Eindruck ihres Landes entstehen könnte. Aus diesem Grund versuchen sie alles, um einem den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Ein sehr schönes Beispiel dafür finde ich das folgende Bild. Mitten auf einem Felsen im Garten steht ein Schild mit der Aufschrift „Caution, wet floor“. Dieses Schild wurde aber nicht aufgestellt, da die Steine wegen des Teiches nass sein könnten, sondern weil hier unmittelbar vorher frisch gewischt worden ist.

Allerdings macht es sich auch hier wieder bemerkbar, dass vieles mehr Schein als Sein ist. Im touristischen Zentrum der Altstadt, welche auch in allen Reiseführern beschrieben wird, sind alle Häuser sehr schön restauriert und alles ist sehr sauber. Schaut man sich aber eine Straße in unmittelbarer Nähe an, welche nicht zu den üblichen Touristenpfaden gehört, wird einem gleich wieder vor Augen geführt, das China in weiten Teilen doch ein sehr armes Land ist und es noch eine Menge zu tun gibt. Das Foto unten habe ich in einer Straße aufgenommen, die zu Fuß nur etwa zwei Minuten entfernt vom Yu Garten ist.

Dadurch wird wieder deutlich, dass Shanghai eine Stadt voller Gegensätze ist, aber gerade das macht sie so faszinierend und reizvoll. In den nächsten Wochen werde ich noch auf viele Entdeckungsreisen in Shanghai und der Umgebung gehen und euch dann an dieser Stelle davon berichten.
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Donnerstag, 30. August 2007
Meine ersten Tage in Shanghai...
isabelleadelt, 21:16h

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was verzählen! Genau das trifft auch auf meine ersten Tage hier in Shanghai zu. Ich bin mit dem Gedanken hierher gefahren, dass es ziemlich ähnlich sein wird wie meine Reisen nach Hongkong oder Singapur... und ich wurde sehr schnell eines Besseren belehrt!
Shanghai ist eine wunderbare Stadt und es gibt sehr viel zu sehen und zu erleben, aber leider kann ich mich (bis jetzt) nur mit Händen uns Füßen verständigen, da so gut wie niemand Englisch spricht. Die erste Erfahrung habe ich bereits im Flugzeug von Hongkong nach Shanghai sammeln können, da leider weder eine der Stewardessen, noch später das Bodenpersonal noch die netten Herren vom chinesischen Wachdienst und Zoll ein einziges Wort Englisch sprechen konnten. Zum Glück haben mich einige nette englische Geschäftsreisende aufgegabelt und mir erklärt, dass ich nun ein Einreiseformular, eine Deklaration für den Zoll und eine Bestätigung, dass ich in den letzten sieben Tagen keinen nähren Kontakt mit jeglicher Art von Tieren, die Federn haben, gehabt habe, ausfüllen und an den verschiedenen Stationen abgeben muss. Nachdem mir dann danach niemand erklären konnte, wie ich am geschicktesten zu meiner Wohnung komme, habe ich mich (wahrscheinlich ziemlich penetrant) einfach in den Bus gesetzt, der laut Reiseführer in die Nähe meiner zukünftigen Bleibe fahren sollte. Und plötzlich hatte der Busfahrer, der zuvor ausschließlich Chinesisch gesprochen hat, eine göttliche Eingebung und konnte mir auf Englisch erklären, dass ich doch bitte ein Ticket kaufen muss, bevor ich mit seinem Bus mitfahren darf. Wunder gibt es anscheinend doch immer wieder!

Und, wie durch Zauberhand, es hat tatsächlich geklappt, etwa neunzig Minuten später bin ich unversehrt und ohne zurückbleibende Schäden an meinem Apartment angekommen. Wenn sich ein Großteil meiner Gedanken bis dahin eher darum gedreht hat, wie ich aus dieser „verrückten“ Stadt am schnellsten wieder weg komme, ging es von da an steil bergauf! Die Wohnung ist selbst nach unserem Standard sehr, sehr gut ausgestattet (an dieser Stelle noch mal ganz lieben Dank an Tim für den super Tipp!) und an die Putzfrau, die jeden Tag einmal zum Durchwischen und Handtücher wechseln kommt, kann man sich auch glatt gewöhnen... Die restlichen Formalitäten wurden mir von der Rezeption abgenommen und ich konnte gleich damit anfangen, meine neue Heimat für die nächsten vier Monate zu erkunden.

Beim ersten entlang schlendern durch die Straßen fällt einem sofort auf, dass Shanghai eine Stadt voller Gegensätze ist. An die historischen Tempel und traditionellen Gebäude aus vergangenen Zeiten reihen sich die modernsten Hochhäuser und Türme, gefolgt von ziemlich verwahrlosten, heruntergekommenen „Behausungen“, in denen ein sehr großer Teil der Einheimischen leben muss. Diese sind zu großen Teilen noch nicht an das Strom- und Wassernetz angebunden. Es ist schon erstaunlich zu sehen, was für wirklich krassen Unterschieden man auf so engem Raum begegnen kann. Ein ganz besonderes Erlebnis dabei war der Bund Sightseeing Tunnel, eine nach Angaben der Einheimischen am empfehlenswerteste Sache überhaupt in Shanghai. Ich musste schon ziemlich schmunzeln, als ich unter blitzenden Lichtern in eine Gondel einstieg, die mich unter dem Fluss her auf die andere Seite bringen sollte. Viel mehr Spektakuläres ist davon auch nicht zu berichten, man fährt etwa drei Minuten in besagter Gondel durch die Dunkelheit und sieht dabei gefühlte drei Millionen Blinklichter. In diesem Moment habe ich mich zum ersten mal wie ein „ziemlich ignoranter Europäer“ gefühlt, da die etwa 20 Chinesen, mit denen ich die Gondel geteilt habe, bei jedem neuen Licht angefangen habe zu jubeln und zu schreien. Tja, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten...

Gestern habe ich nun mit meinem Chinesisch-Unterricht begonnen (diese Woche noch jeden Tag vier Stunden, danach dann jeweils zwei mal zwei Stunden die Woche). Ich bin schon jetzt begeistert, wie schnell man diese auf den ersten Blick unverständliche Sprache zumindest sprechen lernen kann (die Zeichen lesen und schreiben zu können ist dann noch mal ein Thema für sich...). Mittlerweile schnappe ich schon überall auf der Straße Wortfetzen auf, die mir „irgendwie bekannt vorkommen“ und heute konnte ich mich zum ersten Mal mit der Kassiererin im Supermarkt auf Chinesisch „unterhalten“ (was sich zwar auf Guten Tag, Dankeschön, Gern geschehen und Auf Wiedersehen beschränkt hat, aber ich bin ziemlich optimistisch, dass das hier im Laufe der Zeit noch besser klappt). Vor allem die Leute in der Sprachschule sind super, sowohl meine Mitstudenten als auch die Lehrer. Sie helfen einem weiter, wo sie können und ich habe schon viele wertvolle Informationen bekommen (zum Beispiel, wo man für umgerechnet 5 € eine einstündige Rückenmassage bekommen kann ). An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank an Tim für die super Tipps, sowohl mit der Sprachschule als auch der Unterkunft!
Das war es erst mal für heute, ich hoffe ihr konntet einen kleinen Einblick in mein neues, bis jetzt noch ziemlich aufregendes und abwechslungsreiches Leben gewinnen.

Sobald es irgendwelche Neuigkeiten von mir geben sollte, werde ich euch an dieser Stelle darüber informieren (ihr könnt natürlich auch gerne persönliche E-Mails schreiben, IsabelleAdelt@gmx.de).
Bis dahin alles, alles liebe,
Isabelle
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